Soziale Teilhabe im Lebensverlauf junger Erwachsener
Eine Langzeitstudie

Erste Langzeitstudie in Deutschland

Erste Langzeitstudie in Deutschland


CLS ist die erste Langzeitstudie in Deutschland zum sogenannten ›Leaving Care‹ junger Erwachsener – dem Verlassen einer stationären Kinder- und Jugendhilfe. Die Langzeitstudie untersucht über mehrere Jahre hinweg den Übergang junger Menschen zwischen dem Leben in der Pflegefamilie (§ 33 SGB VIII) oder der Wohngruppe sowie sonstigen betreuten Wohnformen (§ 34 SGB VIII) und dem Erwachsenenleben. Inhalte der Studie sind Themen wie Persönliche Daten, Soziale Beziehungen, Wohnen, Freizeit, Gesundheit, Schule, Ausbildung und Studium, Erwerbsarbeit und Beschäftigung und Inanspruchnahme von Hilfen.

In der CLS-Studie geht es um Fragen wie zum Beispiel:

  • Wie leben, lernen und arbeiten junge Menschen im Übergang?
  • Wie gestalten sie ihren Alltag?
  • Was sind ihre Ziele und Wünsche?
Eine Person steht in einem Garten und hält zwei große Folienballons vor ihren Körper, die eine 18 zeigen.
Auf eine helle Plane ist mit einer Schablone das Wort Platz gesprüht.
Eine Person rennt vor einer Wand entlang.
Auf einem Tisch steht eine Schale mit gepufften Weizenpops und Milch.

Zu Studienbeginn werden je 1.000 junge Menschen im Alter von 16 bis 18 Jahren aus Wohngruppen und Pflegefamilien befragt. Die Befragungen wiederholen sich jährlich über sieben Jahre hinweg. Die insgesamt 2.000 Studienteilnehmer*innen werden nach einem Zufallsprinzip aus der stationären Kinder- und Jugendhilfe ausgewählt. Diese Art der Auswahl ist notwendig, damit Ergebnisse der CLS-Studie aussagekräftig für die Situation von Care Leaver*innen sind.

Die Unterstützung durch stationäre Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Jugendämter, Pflegekinderdienste, Pflegeeltern und Dachverbände ist besonders wichtig für das Gelingen der Studie. An oberster Stelle steht natürlich die Bereitschaft der jungen Menschen an der CLS-Studie teilzunehmen.

Die CLS-Studie wird durchgeführt von einem Projektverbund, bestehend aus der Universität Hildesheim (Institut für Sozial- und Organisationspädagogik), dem Deutschen Jugendinstitut (DJI), der Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung (GISS) und der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH). Weitere Informationen sind auch erhältlich über: