CLS-inklusiv


Studie zur Machbarkeit einer inklusiven Erweiterung von Care Leaver Statistics

Der CLS-Verbund führt 2026 eine Machbarkeitsstudie durch, die klären soll, wie junge Menschen mit Behinderungen stärker in die CLS-Studie einbezogen werden können. Unter dem Namen CLS-Inklusiv arbeiten wir mit dieser Machbarkeitsstudie heraus, welche Erkenntnisse aus der bisherigen CLS-Studie und anderen Forschungen vorliegen, um einzuschätzen wie zum Beispiel die Gewinnung von Studienteilnehmenden, der Feldzugang, die Fragebogengestaltung und mögliche Erhebungsmethoden vor dem Hintergrund der Zielgruppe gestaltet werden könnten.  Zudem prüft die Machbarkeitsstudie, wie bestehende Inhalte des Fragebogens der CLS-Studie an die spezifischen Situationen junger Menschen mit Behinderungen angepasst und erweitert werden können. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden in einem Bericht festgehalten und dienen als Vorbereitung für eine mögliche inklusive Weiterentwicklung der CLS-Studie.

Alle Verbundpartner der derzeit laufenden CLS-Studie sind an der Machbarkeitsstudie beteiligt (Deutsches Jugendinstitut, Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung, Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen, Universität Hildesheim – Institut für Sozial- und Organisationspädagogik).

Ansprechperson für CLS-Inklusiv

Dr. Anne Hans
Deutsches Jugendinstitut e.V. (DJI)
Tel. 0 89 62306 223
hans@dji.de

 

Ein Schritt in Richtung einer inklusiveren Leaving Care Forschung

Derzeit werden in die CLS-Studie junge Menschen einbezogen, die zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung für die Teilnahme in stationären Hilfen zur Erziehung lebten. Auch wenn die CLS-Befragung nicht inklusiv ausgerichtet ist, inkludiert sie bereits junge Menschen mit Behinderungen. Rund zehn Prozent der Befragten der laufenden CLS-Studie, die in Pflegefamilien oder Einrichtungen der stationären Jugendhilfe leben, haben eine anerkannte Schwerbehinderung.

Für die Machbarkeitsstudie werden bisherige Ergebnisse aus der CLS-Studie, Erkenntnisse aus anderen Erhebungen sowie inklusive methodische Zugänge und Konzepte gesichtet und zusammengefasst. Neben vorliegender Literatur und Daten werden auch Wissen und Perspektiven von Expert*innen aus Praxis und Forschung und von jungen Menschen mit Behinderungen im Rahmen von Expert*innenworkshops und -gesprächen einbezogen.

Die CLS-Studie hat gezeigt, dass eine Datenerhebung bei Care Leaver*innen grundsätzlich möglich ist, auf breites Interesse stößt und relevante Erkenntnisse hervorbringt. Es ist jedoch nötig, Einschränkungen der Teilnahmemöglichkeiten zu evaluieren und perspektivisch weiterhin bestehende Datenlücken zu jungen Menschen, die in einem institutionellen Rahmen aufwachsen, und ihrem Weg ins Erwachsenenleben zu schließen. Solche empirischen Daten bilden eine wichtige Grundlage für eine nachhaltige Kinder- und Jugendhilfe und deren stetige Weiterentwicklung, wie beispielsweise eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe. Hierbei ist von besonderem Interesse, wie der Übergang mit Care Leaver*innen gemeinsam gestaltet werden kann, die auch nach der Kinder- und Jugendhilfe Unterstützung erhalten. Die Machbarkeitsstudie geht einen ersten Schritt in diese Richtung, indem sie die Voraussetzungen für eine mögliche inklusive CLS-Studie prüft.